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Prüfungen

Freiheitsdressur Schweiz organisiert Prüfungen in verschiedenen Disziplinen und Kategorien.
Wir unterscheiden zwischen zwei unterschiedlichen Arten der Disziplinen:

Disziplinen mit vorgegebener Aufgabenstellung

Einführung

Führen ist der Anfang der gemeinsamen Kommunikation zwischen der Trainerin und ihrem Pferd. Je klarer die Kommunikation der Trainerin ist, umso einfacher ist es für das Pferd, mit ihr eine gemeinsame Beziehung einzugehen. In der Freiheitsdressur ist es sehr wichtig, die Signale von Anfang an so zu erarbeiten, dass sie später in der freien Arbeit dem Pferd verständlich sind und klar eingesetzt werden können.

Führen

Beim Führen sind die Schultern der Trainerin parallel zu denen des Pferdes. Das Seil – falls vorhanden – hängt lose durch, der Abstand zum Pferd beträgt ca. 0,5m. Die Trainerin befindet sich im Bereich Hals-Schulter des Pferdes.
Wird in einer Aufgabe eine andere Führposition oder Distanz verlangt, so ist dies ausdrücklich erwähnt.

Longieren auf kurze Distanz

Beim Longieren ist die Trainerin dem Pferd zugewandt. Das Pferd bewegt sich auf einem Kreis in einer Distanz von ca. 1,5 – 2,5m zur Trainerin. Die Trainerin wirkt mit ihren Signalen sowohl treibend als auch verwahrend und richtungsgebend auf das Pferd ein.

Ausführung

Sollte eine Aufgabe beim ersten Versuch nicht gelingen, so kann sie zweimal wiederholt werden. Gelingt die Aufgabe nach dem dritten Anlauf nicht oder wird ein Zeitlimit von 10 Sekunden überschritten so muss die Aufgabe ausgelassen werden. Die Richter geben ein Zeichen, um zur nächsten Aufgabe weiter zu gehen.

  • Kategorie 1  
    Alle Aufgaben werden am Strick präsentiert. Der Strick sollte möglichst lose durchhängen und es sollten möglichst keine Signale über den Strick gegeben werden (Vorbereitung zum freien Führen). Parcours-Beispiel
  • Kategorie 2
    Alle Aufgaben werden frei präsentiert.
    Der Parcoursplan ist der gleiche wie in der Kategorie 1.
    Entweicht das Pferd, so holt die Trainerin das Pferd ab und wiederholt die anstehende Aufgabe. Das Pferd darf höchsten zweimal entweichen. Ein drittes Entweichen führt zur Disqualifikation. Parcours-Beispiel
  • Kategorie 3 
    Alle Aufgaben werden frei präsentiert.
    Entweicht das Pferd, so holt die Trainerin das Pferd ab und wiederholt die anstehende Aufgabe. Das Pferd darf höchsten zweimal entweichen. Ein drittes Entweichen führt zur Disqualifikation. Parcours-Beispiel

Zeit

Die Dauer einer Prüfung beträgt ca. 5 Minuten.

Ort

Führen und Longieren auf Distanz findet auf einer Fläche von ca. 20 x 20 m statt.

Anforderung

Die Aufgabenstellung steigert sich bei jeder Kategorie.
Sollten in einer Aufgabe nicht alle Gangarten verlangt werden, so ist dies erwähnt.

 

Führen und Longieren auf kurze Distanz – Kategorie 1

Ausrüstung

  • Halfter oder Kappzaum
  • Führseil 2 – 2,5 m Länge (Empfehlung)
  • 1-2 Gerten nach Wahl

Signale   

  • Mit Körper, Stimme und Gerte werden feine Signale gegeben.
  • Das Seil hängt lose durch.

Anforderung Führen

  • Gangarten Schritt und Trab
  • Führposition links und rechts des Pferdes
  • Führposition vor dem Pferd / Schritt
  • Führposition vor dem Pferd, die Trainerin ist dem Pferd zugewandt und geht rückwärts / Schritt
  • Führposition wechseln / Stand, Schritt
  • Rückwärtstreten
  • Seitwärtstreten / Schritt
  • Seitwärts-vorwärts / Schritt
  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Enge Wendung (Mittelhandwendung)
  • Halt
  • Stehen
  • Hier / Schritt
  • Abstreichen

Anforderung Longieren auf kurze Distanz

  • Gangarten Schritt und Trab
  • Handwechsel in der Volte / Schritt
  • Halt
  • Hier / Schritt

Zusatzaufgaben

  • Es können zwei Aufgaben ausgewählt werden. Sie können mit oder ohne Seil und Longe präsentiert werden.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

 

Führen und Longieren auf kurze Distanz – Kategorie 2

Ausrüstung

  • Halfter oder Kappzaum
  • Kein Seil
  • 1 – 2 Gerten nach Wahl

Signale 

  • Mit Körper, Stimme und Gerten werden feine Signale gegeben

Anforderung Führen

  • Gangarten Schritt und Trab
  • Führposition links und rechts des Pferdes
  • Führposition vor dem Pferd / Schritt
  • Führposition vor dem Pferd, die Trainerin ist dem Pferd zugewandt und geht rückwärts / Schritt
  • Führposition wechseln / Stand, Schritt
  • Rückwärtstreten
  • Seitwärtstreten / Schritt
  • Seitwärts-vorwärts / Schritt
  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Enge Wendung (Mittelhandwendung)
  • Halt
  • Stehen
  • Hier / Schritt
  • Abstreichen

Anforderung Longieren auf kurze Distanz

  • Gangarten Schritt und Trab
  • Handwechsel in der Volte / Schritt
  • Halt
  • Hier / Schritt

Zusatzaufgaben

  • Es können zwei Aufgaben ausgewählt werden. Sie werden ohne Seil und Longe präsentiert.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

 

Führen und Longieren auf kurze Distanz – Kategorie 3

Ausrüstung    

  • Kein Kopfstück
  • Kein Seil
  • 1 – 2 Gerten nach Wahl

Signale

  • Mit Körper, Stimme und Gerte werden feine Signale gegeben.

Anforderung Führen

  • Gangarten Schritt, Trab und Galopp
  • Führposition links und rechts des Pferdes
  • Führposition vor dem Pferd / Schritt, Trab
  • Führposition vor dem Pferd, die Trainerin ist dem Pferd zugewandt und geht rückwärts / Schritt, Trab
  • Führposition wechseln / Stand, Schritt, Trab
  • Rückwärtstreten
  • Seitwärtstreten / Schritt
  • Seitwärts-vorwärts / Schritt, Trab
  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Enge Wendung (Mittelhandwendung)
  • Halt
  • Stehen
  • Hier / Schritt, Trab
  • Abstreichen

Anforderung Longieren auf kurze Distanz

  • Gangarten / Schritt, Trab
  • Handwechsel in der Volte / Schritt, Trab
  • Halt
  • Hier / Schritt, Trab

Zusatzaufgaben

  • Es können zwei Aufgaben ausgewählt werden. Sie werden ohne Seil und Longe präsentiert.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

Definition der verschiedenen Aufgaben

  • Gangarten
    Schritt, Trab und Galopp je nach Aufgabe. Erwünscht ist jeweils ein fleissiges und raumgreifendes Vorwärts.
  • Übergänge
    Die Signale der Trainerin zum Wechsel der Gangart erfolgen präzise. Das Pferd reagiert schnell und willig.
  • Führposition
    Beim Führen sind die Schultern der Trainerin parallel zu denen des Pferdes. Die Trainerin befindet sich neben dem Pferd im Bereich Hals-Schulter des Pferdes oder vor dem Pferd.
  • Führposition wechseln
    Die Trainerin wechselt die Führposition währenddem das Pferd steht oder sich in der gewünschten Gangart fortbewegt.
  • Handwechsel
    Das Pferd wechselt in der gewünschten Gangart die Richtung in einer fliessenden, runden Bewegung durch die Mitte der Volte.
  • Kleine Volte
    Die Trainerin bleibt im Zentrum des Kreises stehen, das Pferd bewegt sich im geforderten Abstand um die Trainerin.
  • Rückwärtstreten
    Es kann eine gerade oder gebogene Strecke verlangt werden. Sie ist mit Pylonen oder Stangen markiert.
  • Seitwärts
    Das Pferd bewegt sich seitwärts im freien Raum oder über eine Stange. Es führt mit der Vorhand. Es wird je nach Aufgabe aufgefordert zu weichen oder herzukommen.
  • Seitwärts-vorwärts
    Das Pferd bewegt sich seitwärts-vorwärts im freien Raum. Es kann ein schulter-herein- oder ein schenkelweichenartiges Seitwärts-vorwärts gezeigt werden.
  • Halt
    Das Pferd hält aus der gewünschten Gangart und bleibt geschlossen stehen. Die Markierung liegt auf Schulterhöhe des Pferdes.
  • Stehen
    Das Pferd wartet geschlossen und ruhig auf die neue Aufgabe oder bleibt an einem markierten Ort stehen, währenddem sich die Trainerin z.B. in einem Kreis um es herumbewegt.
  • Abstreichen
    Das Pferd bleibt ruhig stehen, während die Trainerin sich bewegt und es am ganzen Körper mit der Hand und/oder mit der Gerte berührt.
  • Hier
    Das Pferd kommt gerade und in der gewünschten Gangart auf seine Trainerin zu und bleibt vor ihr stehen.
  • Vorhandwendung
    Das Pferd bewegt seine Hinterhand in einem grossen Kreis um den an der Stelle tretenden inneren Vorderfuss. Der innere Hinterfuss soll deutlich vor dem äusseren Hinterfuss unter dem Pferdebauch durchkreuzen. Das äussere Vorderbein tritt in einem kleinen Kreis um das innere Vorderbein herum. Das Pferd sollte weder rückwärts- noch vorwärtsgehen. Es können 0.5 – 1.5 Umdrehungen verlangt werden.
  • Hinterhandwendung
    Das Pferd bewegt seine Vorhand in einem grossen Kreis um den an der Stelle tretenden inneren Hinterfuss. Der äussere Vorderfuss soll deutlich vor dem inneren Vorderfuss durchkreuzen. Der äussere Hinterfuss tritt in einem kleinen Kreis um das innere Hinterbein herum. Das Pferd sollte weder rückwärts- noch vorwärtsgehen. Es können 0.5 – 1.5 Umdrehungen verlangt werden.
  • Enge Wendung (Mittelhandwendung)
    Die Mittelhandwendung ist eine Kombination aus der Vorhand- bzw. Hinterhandwendung, wobei sich das Pferd an Ort um die eigene Achse dreht. Es beschreibt auch eine ganz kleine Volte, wobei sich die Beine der Vorhand und der Hinterhand kreuzen. So ist es möglich das Pferd auf kleinstem Raum zu wenden z.B. in einem Stangenquadrat, Schlüsselloch etc.
  • Signale
    Die Signale sollen fein und angemessen sein. Signale können mit Körper, Stimme oder Gerte gegeben werden.

Einführung

Beim Longieren lernt das Pferd auf grössere Distanz zur Trainerin die Aufgaben auszuführen. Dank dieser Distanz ist das Arbeiten in höherem Tempo möglich. Gymnastizierende Übungen an der Longe helfen dem Pferd, sich auf die Aufgaben der Freiheitsdressur und der Zirkuslektionen vorzubereiten. Durch die Abgrenzung am Manegenrand hat das Pferd keine Möglichkeit zu entweichen, was beim Erarbeiten der verschiedenen Aufgaben hilfreich ist.

Es ist wichtig, dass das Erarbeiten der Longieraufgaben für das Pferd immer interessant bleibt. Die Einstellung der Trainerin zum Pferd soll wohlwollend und positiv sein.

Longieren

Beim Longieren ist die Trainerin dem Pferd zugewandt. Sie steht im Zentrum des Kreises. Das Zentrum des Longierzirkels in der ganzen Manege hat einen Durchmesser von 2m. Das Zentrum sollte nur verlassen werden, wenn die Aufgabe dies erfordert. Beispiel: Kleine Volte am Manegenrand. Das Pferd bewegt sich in der vorgegebenen Distanz auf einer Kreislinie um die Trainerin. Die Trainerin wirkt sowohl treibend als auch verwahrend und richtungsgebend auf das Pferd ein.

Ausführung

Sollte eine Aufgabe beim ersten Versuch nicht gelingen, so kann sie zweimal wiederholt werden. Gelingt die Aufgabe nach dem dritten Anlauf nicht oder wird ein Zeitlimit von 10 sec überschritten, so muss die Aufgabe ausgelassen werden. Die Richter geben ein Zeichen, um zur nächsten Aufgabe weiter zu gehen.

  • Kategorie 1
    Alle Aufgaben werden an der Longe präsentiert. Die Longe sollte möglichst lose durchhängen, aber ohne den Boden zu berühren. Parcours-Beispiel
  • Kategorie 2
    Alle Aufgaben werden frei präsentiert. Der Parcoursplan ist der gleiche wie in der Kategorie 1. Parcours-Beispiel
  • Kategorie 3
    Alle Aufgaben werden frei präsentiert. Parcours-Beispiel

Zeit

Die Dauer einer Prüfung beträgt ca. 5 Minuten.

Ort

Die Longierprüfung findet in einem umzäunten Zirkel mit einem Durchmesser von ca. 13 m statt. Die Viertel der Volte sind im Uhrzeigersinn mit den Buchstaben A, B, C und D gekennzeichnet.

Anforderung

Die Aufgabenstellung steigert sich bei jeder Kategorie.
Sollten in einer Aufgabe nicht alle Gangarten verlangt werden, so ist dies erwähnt.

 

Longieren und freies Longieren – Kategorie 1

Ausrüstung

  • Halfter oder Kappzaum
    (Grundsätzlich empfehlen wir das Longieren an einem gut angepassten Kappzaum. Er ermöglicht eine präzisere Kommunikation und beim Longieren mit Halfter ist das Risiko grösser, dass sich das Pferd im Hals oder Genick verwirft.)
  • Longe ca. 7 m Länge
  • 1 Longiergerte und eine Gerte nach Wahl

Signale   

  • Mit Körper, Stimme und Gerte werden feine Signale gegeben.
  • Das Seil hängt lose durch ohne den Boden zu berühren.

Anforderung 

  • Gangarten Schritt, Trab und Galopp
  • Pferd auf den Hufschlag entlassen / Schritt, Trab
  • Longieren auf linke und rechte Hand
  • Tempo verstärken und reduzieren / Schritt, Trab
  • Handwechsel / Schritt, Trab
  • Kleine Volte / Schritt, Trab
  • Volte verkleinern und vergrössern / Schritt, Trab
  • Rückwärtstreten am Manegenrand
  • Seitwärtstreten von sich weg / Schritt
  • In
  • Halt
  • Stehenbleiben
  • Hier / Schritt, Trab
  • Abstreichen

Zusatzaufgaben  

  • Es können zwei Aufgaben frei gewählt werden. Sie können mit oder ohne Seil und Longe präsentiert werden.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

 

Longieren und freies Longieren – Kategorie 2

Ausrüstung  

  • Halfter oder Kappzaum
  • Keine Longe
  • 1 Longiergerte und 1 Gerte nach Wahl

Signale 

  • Mit Körper, Stimme und Gerte werden feine Signale gegeben

Anforderung 

  • Gangarten Schritt, Trab und Galopp
  • Pferd auf den Hufschlag entlassen / Schritt, Trab
  • Longieren auf linke und rechte Hand
  • Tempo verstärken und reduzieren / Schritt, Trab
  • Handwechsel / Schritt, Trab
  • Kleine Volte / Schritt, Trab
  • Volte verkleinern und vergrössern / Schritt, Trab
  • Rückwärtstreten am Manegenrand
  • Seitwärtstreten von sich weg / Schritt
  • In
  • Halt
  • Stehenbleiben
  • Hier / Schritt, Trab
  • Abstreichen

Zusatzaufgaben  

  • Es können zwei Aufgaben frei gewählt werden (siehe auch Kapitel Zusatzaufgaben). Sie werden ohne Seil und Longe präsentiert.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

 

Longieren und freies Longieren – Kategorie 3

Ausrüstung 

  • Kein Kopfstück
  • Keine Longe
  • 1 Longiergerte und 1 Gerte nach Wahl

Signale

  • Mit Körper, Stimme und Gerte werden feine Signale gegeben.

Anforderung 

  • Gangarten Schritt, Trab und Galopp
  • Pferd auf den Hufschlag entlassen
  • Longieren auf linke und rechte Hand
  • Tempo verstärken und reduzieren
  • Handwechsel / Schritt, Trab
  • Kleine Volte
  • Volte verkleinern und vergrössern
  • Rückwärtstreten am Manegenrand oder auf der kleinen Volte
  • Seitwärtstreten von sich weg / Schritt
  • In
  • Halt
  • Stehenbleiben
  • Hier
  • Abstreichen

Zusatzaufgaben

  • Es können zwei Aufgaben frei gewählt werden (siehe auch Kapitel Zusatzaufgaben). Sie werden ohne Seil und Longe präsentiert.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

 

Definition der verschiedenen Aufgaben

  • Gangarten
    Schritt, Trab und Galopp je nach Aufgabe. Erwünscht ist jeweils ein fleissiges und raumgreifendes Vorwärts.
  • Auf den Hufschlag entlassen
    Die Trainerin entlässt das neben ihr stehende Pferd an den Manegenrand.
    Das kann auf verschiedene Arten ausgeführt werden:
    1. Pferd geht von der Mitte aus an den Manegenrand
    2. Pferd wartet am Manegenrand, währenddem die Trainerin die Longierposition in der Mitte der Manege einnimmt bis sie das Zeichen für die gewünschte Gangart gibt.
    3. Pferd wird von der Trainerin direkt am Manegenrand entlassen, sie geht zur Mitte, während das Pferd fleissig am Manegenrand in der gewünschten Gangart weitergeht.

Gibt es keine konkrete Vorschrift im Prüfungsprogramm, wie das Entlassen ausgeführt werden soll, darf die Teilnehmerin frei wählen.

  • Zulegen und Verlangsamen
    Die Trainerin verlangt vom Pferd eine deutliche Temposteigerung und Trittverlängerung bzw. Temporeduktion und Schrittverkürzung. Das neue Tempo bleibt während der geforderten Anzahl Runden konstant.
  • Übergänge
    Die Signale der Trainerin zum Wechsel der Gangart erfolgen präzise. Das Pferd reagiert sofort und willig.
  • Handwechsel
    Das Pferd wechselt in der gewünschten Gangart die Richtung in einer fliessenden, runden Bewegung durch die Mitte der Manege.
  • Kleine Volte
    Die Trainerin bewegt sich von der Mitte der grossen Volte in die neue Mitte der kleinen Volte am Rand der Manege. Der Durchmesser der kleinen Volte sollte halb so gross wie jener der grossen Volte sein.
  • Volte verkleinern und vergrössern
    Die Trainerin bleibt in der Mitte der grossen Volte stehen, das Pferd verkleinert nach und nach den Durchmesser der Volte, bis es sich auf einer kleinen Volte um die Trainerin bewegt. Der Durchmesser der kleinen Volte sollte halb so gross wie jener der grossen Volte sein. Danach lässt die Trainerin das Pferd die Volte wieder vergrössern bis es wieder auf dem Hufschlag ist.
  • Rückwärtstreten
    Die Trainerin steht in der Mitte der Manege und lässt das Pferd auf Abstand am Manegenrand die gewünschte Anzahl Tritte rückwärtstreten oder lässt das Pferd auf einer kleinen Volte in der Mitte der Manege z.B. nach dem Volte verkleinern rückwärtstreten.
  • Seitwärtstreten
    Die Trainerin lässt das Pferd von der Mitte der Manege aus die gewünschte Anzahl Tritte parallel zum Hufschlag von sich weg seitwärtstreten.
  • Halt
    Das Pferd stoppt aus der gewünschten Gangart und bleibt geschlossen stehen. Die Markierung liegt auf Schulterhöhe des Pferdes.
  • Stehen
    Das Pferd wartet geschlossen und ruhig auf die neue Aufgabe oder das Pferd bleibt am Manegenrand ruhig stehen währendem sich die Trainerin dem Pferd z.B. von der Mitte der Manege aus nähert, sich von ihm entfernt oder es steht in der Mitte der Manege und die Trainerin läuft um das Pferd herum.
  • Abstreichen
    Das Pferd bleibt ruhig stehen, während die Trainerin sich bewegt und es am ganzen Körper mit der Hand und/oder mit der Gerte berührt.
  • Hier
    Das Pferd kommt gerade und in der gewünschten Gangart auf seine Trainerin zu und bleibt vor ihr stehen.
  • Signale
    Die Signale sollen fein und angemessen sein. Signale können mit Körper, Stimme oder Gerte gegeben werden.

Einführung

Die Körpersprache und das gegenseitige Vertrauen spielen beim freien Reiten ohne Sattel und Kopfstück, aber allenfalls mit Halsring eine zentrale Rolle. Ohne Sattel können die Bewegungen des Pferderückens feiner und intensiver gespürt werden. Die Reiterin lernt, sich besser auszubalancieren und ihre Signale gezielter einzusetzen. Auf der anderen Seite spürt das Pferd das Gewicht über die Sitzbeinhöcker der Reiterin viel punktueller. Dies lässt das Pferd die Gewichtssignale viel stärker wahrnehmen. Eine schlechtsitzende oder mit den Beinen klammernde Reiterin wird von ihm als unangenehm empfunden. Ein gut sitzender Sattel verteilt das Gewicht gleichmässiger und ein geeignetes Pad gleicht Druckspitzen aus.
Das Ziel dieser Disziplin ist es, dass eine gut sitzende Reiterin ein fein an den Signalen stehendes Pferd präsentieren kann.

Freies Reiten

Die Reiterin sitzt ohne Sattel auf dem Pferderücken. Je nach Kategorie trägt das Pferd einen Halsring, entweder für die Signale oder als Sicherheitsfaktor. Die Reiterin gibt dem Pferd feine Signale durch ihren eigenen Körper.

Vorbereitende Schritte für das freie Reiten

Das Pferd hat eine gute „klassische“ Grundausbildung mit einer gut sitzenden Ausrüstung genossen. Es hat gelernt, in gesunder und korrekter Körperhaltung das Reitergewicht möglichst optimal zu tragen. Es reagiert auf feine Signale und kann in allen Gangarten pariert bzw. durchpariert werden. Die Reiterin verfügt über einen unabhängigen Sitz. Sind diese Voraussetzungen gegeben, wird langsam auf das Halsringreiten umgestellt. Parallel wird das Reiten ohne Sattel geschult, um das Gleichgewicht der Reiterin zu verbessern und den unabhängigen Sitz beizubehalten. Funktioniert beides gut, so kann kombiniert werden.  Das Reiten ohne Kopfstück empfehlen wir zuerst mit Sattel zu unternehmen, um die Bewegungen des Pferdes besser ausbalancieren zu können. Wir empfehlen, stets einen Halsring als „Notbremse“ am Pferdehals beizubehalten. Erst wenn alle vorbereitenden Übungen gut funktionieren, kann ohne Ausrüstung geritten werden.

Wir empfehlen generell, das Pferd mit Helm und nur für kurze Einheiten ohne Sattel zu reiten, um seinen Rücken zu schonen.

Die Zusatzaufgaben dürfen je nach Kategorie mit Führseil oder frei gezeigt werden.
In der Kategorie 2 und 3 müssen die Zusatzaufgaben frei präsentiert werden

Ausführung

Sollte eine Aufgabe beim ersten Versuch nicht gelingen, so kann sie zweimal wiederholt werden. Gelingt die Aufgabe nach dem dritten Anlauf nicht oder wird ein Zeitlimit von 10 sec überschritten, so muss die Aufgabe ausgelassen werden. Die Richter geben ein Zeichen um zur nächsten Aufgabe weiter zu gehen.

  • Kategorie 1
    Bei allen Aufgaben darf der Halsring benützt werden. Parcours-Beispiel
  • Kategorie 2
    Der Halsring oder ein Seil liegen um den Hals des Pferdes. Alle Aufgaben werden frei präsentiert.
    Der Parcoursplan ist der gleiche wie in der Kategorie 1.
    Sollte das Pferd ausser Kontrolle geraten, so darf bis zweimal an den Halsring gefasst werden. Dafür gibt es aber Abzug. Ein drittes Mal führt zur Disqualifikation. Parcours-Beispiel
  • Kategorie 3
    Alle Aufgaben werden frei präsentiert.
    Gerät das Pferd ausser Kontrolle, so versucht die Reiterin das Pferd zu beruhigen und wiederholt die anstehende Aufgabe.
    Das Pferd darf höchsten zweimal ausser Kontrolle sein. Das dritte Mal führt zur Disqualifikation. Parcours-Beispiel

Zeit

Die Dauer einer Prüfung beträgt ca. 5 Minuten.

Ort

Reiten mit Halsring und freies Reiten findet auf einer Fläche von 20 x 20 m statt.

Ausrüstung

In allen Kategorien gilt: Kein Sattel, kein Pad, keine Sporen!
Der Reithelm ist obligatorisch, ein Rückenschutz wird empfohlen.

Anforderung

Die Aufgabenstellung steigert sich bei jeder Kategorie.
Sollten in einer Aufgabe nicht alle Gangarten verlangt werden, so ist dies erwähnt.

Reiten mit Halsring und freies Reiten – Kategorie 1

Ausrüstung              

  • Reithelm
  • Halsring
  • 1 Gerte                              

Signale                    

  • Halsring darf benützt werden.
  • Gewichts-, Schenkel und Stimmsignale
  • Die Gerte sollte lediglich als treibende Hilfe angemessen verwendet werden, aber nicht um das Pferd zu lenken.

Anforderung            

  • Gangarten Schritt und Trab
  • Übergänge
  • Von einer Aufstieghilfe auf das Pferd steigen
  • Slalom / Schritt
  • 8-reiten
  • Tempo verstärken und reduzieren
  • Volte verkleinern und vergrössern
  • Sprung, ca. 40cm / Trab
  • Seitwärtstreten
  • Rückwärtstreten     
  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Halt

Zusatzaufgaben     

  • Es können zwei Aufgaben ausgewählt werden. Sie können beritten sein am Halsring oder vom Boden aus mit oder ohne Seil und Longe präsentiert werden.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden.

 

Reiten mit Halsring und freies Reiten – Kategorie 2

Ausrüstung              

  • Reithelm
  • Halsring oder Seil
    Der Halsring oder das Seil liegen nur als Sicherheit um den Hals.
  • 1 Gerte                     

Signale                    

  • Gewichts-, Schenkel und Stimmsignale
  • Die Gerte wird lediglich als treibende Hilfe angemessen verwendet, aber nicht um das Pferd zu lenken.

Anforderung            

  • Gangarten Schritt und Trab
  • Übergänge
  • Von einer Aufstieghilfe auf das Pferd steigen
  • Slalom / Schritt
  • 8-reiten
  • Tempo verstärken und reduzieren
  • Volte verkleinern und vergrössern
  • Sprung, ca. 40cm / Trab
  • Seitwärtstreten
  • Rückwärtstreten     
  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Halt  

Zusatzaufgaben     

  • Es können zwei Aufgaben ausgewählt werden. Sie können beritten oder vom Boden aus ohne Halsring, Seil und Longe präsentiert werden.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden. 

 

Reiten mit Halsring und freies Reiten – Kategorie 3

Ausrüstung  

  • Reithelm
  • 1 Gerte                                 

Signale                    

  • Gewichts-, Schenkel und Stimmsignale
  • Die Gerte sollte lediglich als treibende Hilfe angemessen verwendet werden, aber nicht um das Pferd zu lenken.

Anforderung            

  • Gangarten Schritt, Trab, Galopp
  • Übergänge
  • Von einer Aufstieghilfe auf das Pferd steigen
  • Slalom / Schritt, Trab
  • 8-reiten
  • Tempo verstärken und reduzieren
  • Volte verkleinern und vergrössern
  • Sprung, ca. 40cm / Trab, Galopp
  • Seitwärtstreten
  • Rückwärtstreten     
  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Halt                                 

Zusatzaufgaben     

  • Es können zwei Aufgaben ausgewählt werden. Sie können beritten oder vom Boden aus präsentiert werden. Ohne Halsring, Seil und Longe.
  • Das Material für die Zusatzaufgaben muss selbst mitgebracht werden. 

 

Definition der verschiedenen Aufgaben

  • Gangarten
    Schritt, Trab und Galopp je nach Aufgabe. Erwünscht ist jeweils ein fleissiges und raumgreifendes Vorwärts.
  • Übergänge
    Die Signale der Reiterin zum Wechsel der Gangart erfolgen fein und präzise. Das Pferd reagiert schnell und willig.
  • Von einer Aufstieghilfe auf das Pferd steigen
    Das Pferd bleibt ruhig stehen, während die Reiterin von einer Aufstieghilfe auf ihr Pferd aufsteigt. Das Aufsteigen kann von beiden Seiten verlangt werden.
  • In
    Es kann verlangt werden, dass die Reiterin von der Aufstieghilfe aus ihr Pferd seitwärts zu sich herholen muss.
    Distanzen: Kategorie 1 und 2 ca. 0.5-1 m / Kategorie 3 ca. 1-2 m
  • Zulegen und Verlangsamen
    Die Reiterin verlangt vom Pferd eine deutliche Temposteigerung und Trittverlängerung bzw. Temporeduktion und Schrittverkürzung. Das neue Tempo bleibt während der geforderten Strecke konstant.
  • Slalom
    Das Pferd geht in einer korrekten Biegung. Der Abstand zwischen den Pylonen beträgt ca. 3 – 4m.
  • 8-reiten
    Das Pferd geht in einer korrekten Biegung. Die Volten sind gleichmässig und rund. Im Galopp kann ein einfacher Wechsel über Trab, Schritt oder Halt verlangt werden. Es werden keine fliegenden Wechsel verlangt. Der Abstand zwischen den Pylonen beträgt ca. 8 m.
  • Volte vergrössern und verkleinern
    Das Pferd geht in einer korrekten Biegung. Die Volten sind gleichmässig und rund.
  • Vorhandwendung
    Das Pferd bewegt seine Hinterhand in einem grossen Kreis um den an der Stelle tretenden inneren Vorderfuss. Der innere Hinterfuss kreuzt deutlich vor dem äusseren Hinterfuss unter dem Pferdebauch durch. Das äussere Vorderbein tritt in einem kleinen Kreis um das innere Vorderbein herum. Das Pferd geht weder rückwärts- noch vorwärts. Es können 0.5 – 1.5 Umdrehungen verlangt werden.
  • Hinterhandwendung
    Das Pferd bewegt seine Vorhand in einem grossen Kreis um den an der Stelle tretenden inneren Hinterfuss. Der äussere Vorderfuss kreuzt deutlich vor dem inneren Vorderfuss durch. Der äussere Hinterfuss tritt in einem kleinen Kreis um das innere Hinterbein herum. Das Pferd geht weder rückwärts- noch vorwärts. Es können 0.5 – 1.5 Umdrehungen verlangt werden.
  • Springen
    Je nach Kategorie kann der Sprung über ca. 40cm im Trab oder Galopp verlangt werden.
  • Seitwärtstreten
    Das Pferd führt mit der Vorhand. Die Beine werden deutlich gekreuzt. Das Seitwärtstreten kann frei oder über einer allenfalls erhöhten Stange verlangt werden. Die Stange wird nicht berührt.
  • Rückwärtstreten
    Es kann eine gerade oder gebogene Strecke verlangt werden. Sie ist mit Pylonen oder Stangen markiert.
  • Halt
    Das Pferd stoppt aus der gewünschten Gangart und bleibt geschlossen stehen. Die Markierung liegt auf Reiterhöhe.
  • Stehen
    Das Pferd wartet geschlossen und ruhig auf die neue Aufgabe.
  • Signale
    Die Signale sollen fein und angemessen sein. Signale können mit Körper und Stimme gegeben werden.

In den Disziplinen mit vorgegebener Aufgabenstellung (Führen und Longieren auf kurze Distanz, Longieren und freies Longieren, Reiten mit Halsring und freies Reiten) beurteilen die Richter die Präsentation mit Punkten und einem Kommentar. Es wird eine Rangliste erstellt. In jeder Disziplin werden drei verschiedene Kategorien angeboten. Die maximale Punktzahl ist in allen Disziplinen und Kategorien gleich. Tagessieger wird das Team, welches aus drei verschiedenen Starts – egal in welcher Disziplin und Kategorie – am meisten Punkte erzielt hat.

Alle Teilnehmenden haben jeweils am Ende des vorgegebenen Programms die Möglichkeit zwei frei gewählte Zusatzaufgaben zu zeigen.

Einführung

Kategorie 1
Die Zusatzaufgaben dürfen mit Führseil, Longe, Halsring oder frei gezeigt werden.

Kategorie 2 und 3
Die Zusatzaufgaben werden frei präsentiert. Benötigte Hilfsmittel müssen selbst mitgebracht werden.

Der Schwierigkeitsgrad der Zusatzaufgaben richtet sich nach der Kategorie der Disziplin. Werden Zusatzaufgaben aus der entsprechenden Prüfungs-Kategorie ausgewählt, so kann die für eine Zusatzaufgabe vorgesehene Maximal-Punktzahl erreicht werden.

Freiwillig kann auch eine Aufgabe aus einer niedrigeren Kategorie gewählt werden. Die Teilnehmerin kann so aber nicht die für die entsprechende Kategorie vorgesehene Maximal-Punktzahl für eine Zusatzaufgabe erreichen.

Freiwillig kann auch eine Aufgabe aus einer höheren Kategorie gewählt werden. Die Teilnehmerin wird aber trotzdem höchstens diejenige Maximal-Punktzahl erhalten, die für die Zusatzaufgabe ihrer Kategorie bestimmt ist. Es können also durch das Präsentieren einer schwierigeren Zusatzaufgabe keine zusätzlichen Prüfungspunkte gewonnen werden.

Die unten aufgeführten Vorschläge sind nicht abschliessend.

Es ist also möglich, eine Zusatzaufgabe zu präsentieren, welche nicht aufgeführt ist. Die Richter entscheiden über die Zugehörigkeit der Kategorie.

Jede Aufgabe muss in sich abgeschlossen sein. Es dürfen keine Aneinanderreihungen von mehreren Aufgaben gezeigt werden.

Schwierigkeitsgrad Kategorie 1

  • Kuss
  • Flehmen
  • Nicken und Kopfschütteln
  • Vorderbeine kreuzen
  • Mit den Vorderbeinen aufs Podest (Æ max. 70 cm)
  • Winken
  • Teppich ausrollen
  • Spanischer Gruss
  • Wegschauen, mind. 3 Sekunden (Das Pferd schaut weg von der Trainerin.)
  • Decke vom Rücken wegnehmen
  • Vorderbein mit Gertensignal aufnehmen. Position mind. 3 Sek. beibehalten (Vorbereitung für’s Kompliment)
  • Beide Vorderbeine in einen Autoreifen hineinstellen
  • Ball kicken
  • Walzer im Schritt
  • Gähnen

 

Schwierigkeitsgrad Kategorie 2

  • Vorhandwendung oder Hinterhandwendung aus ca. 4m Distanz
  • Kompliment
  • Spanischer Schritt
  • Spanischer Trab
  • Polka, Variante des Spanischen Schrittes
  • Knien
  • Schupfen (Das Pferd schupft die Trainerin z.B. von hinten.)
  • Plié
  • Mit den Vorder- und Hinterbeinen auf dem Podest (Æ max. 70 cm)
  • Mit den Hinterbeinen auf dem Podest (Æ max. 70 cm)
  • Rückwärts hinter dem Pferd
  • In
  • Seitwärts am Manegenrand: Übertreten auf der Volte / Schulterherein-artig
  • Seitwärts am Manegenrand: Mehr Abstellung / das Pferd steht fast senkrecht zum Manegenrand
  • Apportieren
  • Ein Tuch vom Boden aufnehmen und damit winken
  • Volte rückwärts um die Trainerin herum
  • Korrekte Seitengänge frei gezeigt (wie Schulterherein, Kruppeherein/Travers, Traversale)
  • Schaukeln ohne Wippe (Das Pferd stellt sich Sägebock-artig hin und schaukelt abwechselnd von vorne nach hinten und wieder zurück.)
  • Vorderbeine eindrehen – „Knopf“ (Das Pferd bleibt mit beiden Vorderbeinen stehen und dreht mit der Hinterhand um sie herum.)
  • Walzer im Trab

 

Schwierigkeitsgrad Kategorie 3

  • Liegen
  • Flachliegen
  • Das Pferd deckt sich im Liegen zu
  • Das Pferd wird von der Trainerin im Liegen zugedeckt
  • Das Pferd auf den Rücken legen
  • Bergziege
  • Steigen
  • Walzer im Galopp
  • Sitzen
  • Seitwärts springen (Das Pferd springt mit den Vorderbeinen abwechselnd nach links und nach rechts und zurück.)
  • Kleine Volte im Galopp
  • Passagieren
  • Piaffieren
  • Aussenvolte (Die Trainerin schickt Pferd auf eine Volte und steht dabei ausserhalb der Volte.)
  • Levade
  • Kapriole

Einführung

60 Punkte sind das Maximum und bedeuten, dass die Teilnehmerin eine sehr gute und fehlerfreie Vorstellung gezeigt hat. 40 Punkte bedeuten eine durchschnittlich gute Vorstellung. (Ähnlich wie bei einer Notenskala 1 – 6).
Pro Disziplin sind es 8 vorgegebene Aufgaben und 2 frei wählbare Zusatzaufgaben, also insgesamt 10 Aufgaben. Bei jeder Aufgabe wird die Ausführung bewertet. Für unter „Fehler“ aufgeführten Kriterien werden Fehlerpunkte abgezogen. Am Ende der Vorstellung wird der Gesamteindruck beurteilt und es werden Punkte gegeben.
Das heisst: Jedes Team startet mit 40 Punkten. Je nach Ausführung werden Punkte dazugerechnet oder abgezogen. Fehlerpunkte werden abgezogen und die Punkte des Gesamteindruckes dazugerechnet.
Für Zusatzaufgaben, welche nicht dem Schwierigkeitsgrad der gestarteten Kategorie entsprechen, z.B. Flehmen in der Kategorie 2, gibt es einen Punkte-Abzug.
In jeder Disziplin und Kategorie können gleich viele Punkte gesammelt werden.

Pflichtaufgaben

Die Pflichtaufgaben und der Parcoursplan werden ca. zwei Wochen vor dem Prüfung aufgeschaltet.

Zusatzaufgaben

Die Zusatzaufgaben können frei oder aus den Vorschlägen ausgewählt werden. Sie werden vor dem Start dem Richter mündlich mitgeteilt. Ein nicht aufgelistetes Element muss den Richtern genau beschrieben werden. Die Richter entscheiden über die Zugehörigkeit der Kategorie.

Ausführung

Die Ausführung einer Aufgabe kann von -1.5 bis +1.5 in Halbpunkteschritten bewertet werden. Um bei Aufgaben eine positive Punktzahl für die Ausführung zu erhalten, haben wir hier einige Beispiele aufgelistet. Die Liste ist nicht abschliessend.

  • Pferd
    Aufmerksames, zufriedenes, fleissiges, zu jeder Zeit gut kontrollierbares Pferd, das fein an den Hilfen steht
  • Trainerin
    Möglichst feine und präzise Hilfen, präziser Umgang mit Hilfsmaterial (Seil, Longe, Gerten etc.), gute und nachvollziehbare Korrekturen
  • Halt, Abstreichen   
    Pferd steht ruhig, geschlossen und ist körperlich entspannt
  • Gangarten              
    Fleissig, konstantes Tempo
  • Übergänge             
    Präzise bei der gewünschten Markierung
  • Volten, Slalom      
    Pferd geht in einer korrekten Biegung
  • Über Stangen treten       
    Pferd senkt den Kopf über den Stangen und zeigt so seine Aufmerksamkeit
  • Seitengänge                       
    Vorhand führt, Linie, Fluss, kontrolliert, keine Hektik
  • Rückwärtstreten     
    Diagonale Fussfolge, Linie, Fluss, kontrolliert, keine Hektik
  • Longieren 
    Pferd läuft, wenn gefordert, auf dem Hufschlag; Trainerin bleibt in der Mitte der Manege.

Beschreibung der Ausführungspunkte

+ 1.5 ausgezeichnet
+ 1.0 sehr gut
+ 0.5 gut
   0    korrekt
– 0.5 mangelhaft
– 1.0 schlecht
– 1.5 sehr schlecht
– 1.5 eine Aufgabe ist nicht erfüllt bzw. wird nicht ausgeführt

Fehler

1.0 Fehlerpunkte gibt’s für mehrmaliges Ansetzen und für Zeitüberschreitung
2.0 Fehlerpunkte gibt’s für einen Programmfehler
3.0 Fehlerpunkte gibt’s, wenn das Pferd ausser Kontrolle gerät

Zeitüberschreitung

Wenn die Teilnehmerin mehr als ca. 10 Sekunden braucht, um eine Aufgabe zu absolvieren.

Programmfehler

Vergessen einer Teilaufgabe oder die Aufgabe wird am falschen Ort gezeigt: Ausführung: wird individuell gewertet.

Gesamteindruck und Kommentar

Im Gesamteindruck werden speziell das harmonische Miteinander, ein ausgeglichenes und aufmerksames Pferd, das prompt auf feine Signale reagiert und ein klares Auftreten der Teilnehmerin bewertet. Weiter wird ein gepflegtes und ansprechendes Erscheinungsbild von Pferd und Teilnehmerin gewünscht. Unmittelbar nach der Präsentation der verschiedenen Elemente kommentiert eine Richterin oder ein Richter die Leistung und den Gesamteindruck.

Das Bewertungsblatt wird nach der Rangverkündigung der Teilnehmerin abgegeben.

Disqualifikation

  • 3. Mal «ausser Kontrolle»
  • Vom Pferd fallen (Disziplin Reiten)
  • Grobe Hilfengebung
  • Lahmendes / krankes Pferd
  • Deutliche Widersetzlichkeit des Pferdes (Bocken, Schlagen, Beissen)

Disziplin ohne vorgegebene Aufgabenstellung

Einführung

Den Teilnehmerinnen wird eine Plattform geboten, um die eigene Shownummer einem interessierten Publikum zu zeigen. Es ist eine einmalige Chance, seine sorgfältig einstudierte Nummer zu präsentieren.
Wir wünschen uns Freiheitsdressur-Darbietungen, welche durch Originalität und Harmonie die Beziehung zwischen Mensch und Pferd zeigen. Auch weitere Personen oder Tiere dürfen mitwirken. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. In «Manege frei!» geht es ausdrücklich nicht darum, möglichst viele und schwierige Elemente zu zeigen, sondern um eine stimmige Shownummer.

Ausrüstung und Anforderung

  • Ausführung
    Die Shownummer wird frei präsentiert, d.h. ohne Strick, Sattel und Zaumzeug, ausser es passt in die «Geschichte» der Show.
  • Kostüm
    Die Shownummer wird im passenden Kostüm präsentiert.
  • Material
    Alle Gegenstände und Hilfsmittel, welche in der Shownummer eingesetzt werden, müssen selbst mitgebracht werden.
  • Musik
    Die Shownummer wird mit passender Musik präsentiert. Die Musik muss auf einen USB-Stick geladen werden und am Veranstaltungstag vor dem Auftritt der Jury abgegeben werden.
  • Zeit
    Die Präsentation darf nicht länger als 8 Minuten dauern. Die Teilnehmerin achtet darauf, ihre Darbietung innerhalb der vorgegebenen Zeit zu einem schönen Schluss zu führen.
  • Ort
    Die Präsentation der eigenen Shownummer findet in einer Halle auf einer Fläche von ca. 20 x 20 m statt. Das Publikum sitzt nahe der Abgrenzung

Kommentar

Auf eine Rangliste wird verzichtet. Die Präsentation der eigenen Shownummer wird anschliessend von einer Jury bestehend aus zwei Fachjuroren und ggf. einer Person aus dem Showbusiness ausführlich kommentiert.

Unsere Fachjuroren

Franco Gorgi, www.gorgi.ch
Ruth Herrmann, www.verhaltenstierarzt.ch
Nick Muntwyler, www.freiheitsdressur.ch
Simone Tanner, www.schwarz-weiss.show
Sophie Zatta, www.equisalus.ch

Unsere Richter aus dem Showbusiness

2015   Nadja Sieger alias Nadeschkin
Bühnenkünstlerin, Komikerin, Synchronsprecherin
Mitglied vom Duo Ursus und Nadeschkin

2016   Judith Bach alias „Claire aus Berlin“
Klavier-Akrobatik-Lieder-Kabarett-Künstlerin
Mitglied vom Duo Luna-tic

2017   Bettina Dieterle
Regisseurin, Schauspielerin und Körpertherapeutin

2018  Hansrudolf Hofmann alias Das Gögi
Verwandlungskünstler

Hier steht der selbst gestaltete Auftritt im Zentrum. Eine Fachjury und ggfs. eine Person aus dem Showbusiness kommentieren und würdigen die Präsentation. Es wird keine Rangliste erstellt, aber es gibt dafür viel Applaus!

Freiheitsdressur Schweiz organisiert Prüfungen in verschiedenen Disziplinen und Kategorien. Mit nach Schwierigkeitsgrad abgestuften Aufgabenstellungen werden für die Freiheitsdressur relevante vorbereitende Übungen geprüft. Das Reglement informiert über die Disziplinen, Kategorien und Prüfungsbedingungen.

Da Pferde mehrheitlich von Frauen trainiert werden, haben wir uns in den Ausführungen für den weiblichen Begriff „Teilnehmerin“ und „Trainerin“ entschieden. Die Tiere bezeichnen wir einheitlich als „Pferde“. Trotzdem gelten alle Ausführungen sowohl für Männer wie auch für alle Equiden, also auch für Ponys, Maultiere, Maulesel und Esel.
Es ist uns wichtig, dass das Erarbeiten der Übungen und Prüfungsaufgaben für das Pferd immer interessant bleiben. Die Einstellung der Trainerin zum Pferd soll stets wohlwollend und positiv sein.

Prüfung

Folgende Disziplinen werden angeboten:

  • Führen und Longieren auf kurze Distanz
    Kategorie 1-3, steigender Schwierigkeitsgrad, vorgegebene Aufgabenstellung
  • Longieren und freies Longieren in der Manege
    Kategorie 1-3, steigender Schwierigkeitsgrad, vorgegebene Aufgabenstellung
  • Reiten mit Halsring und freies Reiten 
    Kategorie 1-3, steigender Schwierigkeitsgrad, vorgegebene Aufgabenstellung
  • «Manege frei!»

Teilnehmerin

Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.

Ein gepflegtes und ansprechendes Erscheinungsbild von Pferd und Teilnehmerin wird gewünscht und hat eine positive Auswirkung auf die Bewertung des Gesamteindruckes.

Pferd

Das Pferd muss gesund sein. Der Veranstalter behält sich vor, Pferde im Zweifelsfall von der Prüfung auszuschliessen.

Disziplin Führen und Longieren auf kurze Distanz: Mindestalter 4 Jahre
Disziplin Longieren und freies Longieren in der Manege: Mindestalter 4 Jahre.
Disziplin Reiten mit Halsring und freies Reiten: Mindestalter 6 Jahre.
«Manege frei!»: Mindestalter 5 Jahre

Anzahl Starts

Ein Trainerin-Pferde-Team darf pro Veranstaltung bis zu dreimal in einer Prüfungs-Disziplin mit vorgegebener Aufgabenstellung (Führen und Longieren auf kurze Distanz, Longieren und freies Longieren in der Manege, Reiten mit Halsring und freies Reiten) starten. Jeweils ein Start pro Kategorie ist erlaubt. Die Disziplin und die Kategorie kann für jeden Start selbst gewählt werden. In jeder Kategorie können genau gleich viele Punkte erreicht werden.

Ein Start in «Manege frei!» ist unabhängig von den drei Starts in den obengenannten Disziplinen möglich.

Das gleiche Pferd kann mit unterschiedlichen Trainerinnen bis zu zweimal in der gleichen Kategorie starten.
Es sind maximal 4 Starts pro Veranstaltung und Pferd möglich.

Tagessiegerin

Tagessiegerin wird die Person mit der höchsten Punktezahl aus drei Starts mit dem gleichen Pferd in den Disziplinen mit vorgegebener Aufgabenstellung (Führen und Longieren auf kurze Distanz, Longieren und freies Longieren in der Manege, Reiten mit Halsring und freies Reiten).

Die maximale Punktzahl ist in allen Disziplinen und Kategorien gleich. Tagessieger wird das Team, welches aus drei verschiedenen Starts – egal in welcher Disziplin und Kategorie – am meisten Punkte erzielt hat.

Startbeschränkung

Dominiert ein Team wiederholt die Prüfung in den Kategorien 1 und 2, kann Freiheitsdressur Schweiz das Team verpflichten, in weiteren Prüfungen in einer höheren Kategorie zu starten.

Anmeldung und Startgeld

Die Anmeldung erfolgt mit dem online-Formular. Die Anmeldung ist erst mit der Einzahlung des Startgeldes gültig. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

1 Start – CHF 40.-
2 Starts – CHF 70.-
3 Starts – CHF 90.-
«Manege frei!» – CHF 50.-

Abmeldung und Rückerstattung des Startgelds

Das Startgeld wird bei einer Abmeldung vor dem Meldeschluss vollumfänglich zurückerstattet. Nach dem Meldeschluss ist eine Rückerstattung des Startgeldes nur gegen Vorweisung eines Arztzeugnisses (Pferd oder Trainerin) bis zu 2 Tage nach der Veranstaltung möglich. In diesem Fall behält sich der Veranstalter vor, CHF 20.- als Bearbeitungsgebühr einzubehalten.

Versicherung

Der Veranstalter lehnt jegliche Haftung ab. Die Haftpflichtversicherung ist Sache der Teilnehmenden. Für die persönliche Ausrüstung wird keine Haftung übernommen.

Halle

Die Prüfung findet in der Regel in einer Halle statt. Den Anordnungen der Hallenvermieterin muss Folge geleistet werden.

Parkplatz

Eine Parkmöglichkeit für Hänger und Auto ist in Hallennähe vorhanden. Die Hallenvermieterin legt allfällige Park- oder Depotgebühren fest. Sie werden vor Ort bar bezahlt. Die Parkplatzregeln müssen eingehalten werden. Der Parkplatz ist sauber zu verlassen. Pferdemist muss eingesammelt werden.

Boxen

Falls am Veranstaltungsort eine beschränkte Anzahl Boxen gemietet werden können, so muss sich die Teilnehmerin direkt bei der von Freiheitsdressur Schweiz mitgeteilten Kontaktperson melden. Die Preise werden vom Boxenbesitzer festgelegt. Die zur Verfügung gestellten Boxen werden vor Ort bar bezahlt. Es können Depotgebühren verlangt werden, die bei sauberem Verlassen der Boxe rückerstattet werden.